Musica Affettuosa

Der Ensemblename verspricht wörtlich -"gefühlvoll-preußische Musik".
Dass es die gibt, wollen die Musiker beweisen, mit ihrem eigenen Spiel - und mit viel Musik aus Berlin und Potsdam, wo sie auch beheimatet sind.

Das Ensemble wurde 2009 gegründet, um auf historischen Instrumenten barocke Kammermusik für Flöte, Cembalo und Streicher zu musizieren. Die Besetzung reicht vom Duo Flöte-Cembalo über das Trio (mit Gambe/Barockcello) bis hin zu einer vollen Besetzung mit drei weiteren Streichinstrumenten.

Die in der Regel freiberuflich arbeitenden MusikerInnen aus Berlin und Potsdam rekrutieren sich - in wechselnden Besetzungen - aus erfahrenen Spielern der Alte-Musik-Szene, sie musizieren z.T. auch in anderen bekannten Berliner Ensembles wie dem Concerto Brandenburg oder der Lautten-Compagney. Verstärkung kommt bisweilen auch von Mitgliedern großer Orchester
(Staatskapelle Berlin, Kammerakademie Potsdam).

Konzerttouren führten Musica Affettuosa Borussica bisher nach Berlin, Mecklenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und ins Land Brandenburg, in Potsdam bespielte das Ensemble 2012 u.a. die große Friederisiko-Ausstellung zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen im Neuen Palais, in diesem Zusammenhang gab es auch eine sehr erfolgreiche CD-Produktion, "Friedrich II. in Potsdam". 2013 konzertierte das Ensemble u.a. im Dom zu Güstrow und in der renommierten Konzertreihe "Klingende Sophienkirche" in Berlin-Mitte. Zu den Höhepunkten des Jahres 2014 gehörte eine Konzertreise nach Niedersachsen (Braunschweig, Göttingen), die Teilnahme an einer der bekanntesten Konzertreihen im Land Brandenburg - den Uckermärkischen Musikwochen, sowie die musikalische Umrahmung der Präsentation einer Original-Flöte aus dem Besitz Friedrichs des Großen in Potsdam.

 

Mögliche Besetzungen

 

 

Musiker

Daniel Trumbull wurde 1991 in München geboren. Er ist als Cembalist in Rundfunkaufnahmen des SWR und RBB, auf seiner CD "Memento" beim Label First Pulse und in zahlreichen Soloabenden (u.a. im Musikinstrumentenmuseum Berlin, CAA London) zu hören. Er war Korrepetitor bei der Lauttencompagney, bei Meisterkursen u.a. von William Dongois und hat selbst mehrfach Kurse gegeben. Sein solistisches Spiel wurde 2009 mit einem Stipendium der Jütting Stiftung Stendal ausgezeichnet, außerdem trägt er ein Stipendium von Live Music Now Berlin, e.V. Seit 2011 verbindet ihn eine enge musikalische Zusammenarbeit mit Altus Jochen Kowalski. Neben dem Cembalospiel interessiert er sich für Ensembleleitung. So spielten schon 2009 und 2011 die jeweiligen Rheinsberger Hofkapellen unter seiner Leitung. 2013 war er musikalischer Leiter der zeitgenössischen Oper "Figure de la Terre" von Miika Hyytiäinen und dirigierte „Le Carneval de Venise – a Berlin“ von André Campra/Klaus Abromeit. Daniel Trumbull studiert derzeit Cembalo bei Mitzi Meyerson an der UdK Berlin. 

Mark Schimmelmann ist in Heidelberg aufgewachsen und studierte Geige an der Mannheimer Musikhochschule und in Berlin an der Hochschule der Künste. Nach dem Diplom an der HdK Berlin spielte er zehn Jahre als fest angestellter Orchestermusiker. Sein Interesse für die Barockgeige entstand in der Studienzeit durch einen Meisterkurs bei dem Barockgeiger Reinhard Goebel. Er ist regelmäßiges Mitglied u.a. beim Kölner Kammerorchester und dem Kammerorchester Basel und spielte dabei unter der Leitung von führenden Barockmusik-Spezialisten. Mark Schimmelmann wirkte bei zahlreichen CD- Produktionen mit und spielte Konzerttourneen mit Cecilia Bartoli, Elena Garancia, Angelika Kirchschlager und Sol Gabetta.

Lea Rahel Bader war Bundespreisträgerin bei „ Jugend musiziert“ und studierte Cello an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, u.a. bei Prof. Stefan Forck. Sie wurde danach mit einem Zusatzstudium ausgezeichnet. Im Rahmen des Oberstdorfer Musiksommers gewann sie 2006 den Kammermusikpreis. Ihr Interesse für historische Aufführungspraxis führte sie u.a. zu Meisterkursen bei Siegfried Pank und 2010 zu einem Studium bei Kristin von der Goltz im Fach Barockcello an der Hochschule für Musik in Frankfurt (Main), das sie inzwischen dort um ein Gambenstudium ergänzt. Regelmäßige Konzerttätigkeit in verschiedenen barocken Besetzungen führte sie u.a. zu den Thüringer Bachwochen und zu den Händel-Festspielen Göttingen. 2012 wurde ihr beim renommierten Leipziger Bachwettbewerb der Sonderpreis für die beste Cellistin aus dem Bereich der EU zugesprochen. Ihre Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Werken, solistisch und in Zusammenarbeit mit Ensembles für Neue Musik führt sie wiederum zu bekannten Festivals und brachte ihr auch hier diverse Preise ein, u.a. den 1.Preis für die Interpretation zeitgenössischer Musik beim „ Hanns-Eisler“- Wettbewerb.

Käthe-Dorothee Kaye erhielt ihre musikalische Ausbildung als Bratschistin an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Nobuko Imai und Roman Nowicki in den Fächern Orchestermusik und Musikpädagogik. Nach dem Studium sammelte sie Erfahrungen in Sinfonieorchestern wie Kammerorchestern und beschäftigte sich parallel dazu intensiv mit der historischen Aufführungspraxis. Als Mitglied des Barockorchesters Concerto Brandenburg, der Camerata Potsdam, der Cammermusik Potsdam, des Callinus Ensembles und des Ensembles Musica Affetuosa und durch das Mitwirken bei anderen Ensembles - u.a. Lautten Compagney Berlin, Musica Baltica, Göttinger Barockorchester -, erarbeitet sie sich sowohl das barocke als auch klassisch-romantische Orchesterrepertoire.

Julia Jahnke-Kähler studierte Violine an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar und bei Prof. Kathinka Rebling an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Weiteren Unterricht nahm sie bei Amadeus Heutling (Berliner Philharmoniker) und Stefan Mai (Akademie für alte Musik). Seit ihrer Studienzeit ist sie als freiberufliche Geigerin in den verschiedensten orchestralen und kammermusikalischen Zusammenhängen tätig, wobei sie sowohl das Spiel auf modernen wie historischen Instrumenten pflegt. Sie ist Mitglied des Barockensembles Concerto Brandenburg und Konzertmeisterin des Kammerorchesters Unter den Linden, mit dem sie u.a. mehrere szenische Konzertprogramme im Repertoire hat. 2006 gründete sie das Amaryllis-Quartett Berlin (auf historischen Instrumenten), mit dem sie einige vielbeachtete Konzerte gab.

Hannes Immelmann spielt auf Konzert- und Traversflöte hauptsächlich Musik des 18. und 20. Jahrhunderts. Er spielt vor allem im Duo Serenata (Flöte, Gitarre) und dem Ensemble Musica Affettuosa Borussica, er war an mehreren CD-Produktionen beteiligt. Auf seine CD "Friedrich II. in Potsdam" mit Werken von Friedrich, CPE Bach, Quantz, Näther u.a. (2012) gab es sehr gute Resonanz in Presse und Rundfunk. Sendungen ausgewählter Stücke erfolgten im Rundfunk Berlin Brandenburg und auf Deutschlandradio Kultur. Er konzertiert in Berlin und Brandenburg, aber auch deutschlandweit. 2012 war er im Rahmen von "300 Jahre Friedrich der Große" sehr aktiv, z.B. in der großen Konzertreihe zur "Friederisiko"-Ausstellung im Neuen Palais Potsdam. Projektgebunden ist er auch Flötist im Potsdamer Lieder-Spiel-Theater "Pampelmuse".